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© Bernd Krage-Sieber 2008
Zum Mindestlohn-Tag des DGB Goslar am 17.10.2008


Für wen sind miese Löhne gut?

Für wen sind miese Löhne gut?
Wer steht darauf? Wem kommt die Wut?
Wer füllt sich dicke Taschen an?
Wem tut das gut? Wer leidet dran?

    Seid Jahren hören wir das Wort
    vom Weltmeister beim Weltexport.
    Wollt ihr denn alles exportier’n?
    Soll’n wir vom Restmüll vegetier’n?

    Die Wirtschaft ist nicht nur Export!
    Sonst wäre, was wir brauchen, fort.
    Doch wenn der Lohn zu mickrig ist,
    dann ist auch Überfluss nur Mist.

Für wen sind miese Löhne gut?
Wer steht darauf? Wem kommt die Wut?
Wer füllt sich dicke Taschen an?
Wem tut das gut? Wer leidet dran?

    Den Niedriglohn, tönt’s uns entgegen,
    gibt es des Wirtschaftsaufschwungs wegen.
    Doch geht der so an uns vorbei,
    dann zeigt sich die Verarscherei.

    Der Niedriglohn ist ungerecht
    und für die Menschenwürde schlecht,
    weil er zu Lebens-Opfer zwingt,
    das doch nur schlechtes Leben bringt.

Für wen sind miese Löhne gut?
Wer steht darauf? Wem kommt die Wut?
Wer füllt sich dicke Taschen an?
Wem tut das gut? Wer leidet dran?

    Dem Markt das alles überlassen,
    heißt gutes Leben zu verpassen.
    Wird Zeit, dass wir die Richtung geben,
    dass alle menschenwürdig leben.

    (Gesprochen:)
    Man schmiere ihnen ihre Fressen
    mit ihrer Sprüche-Gülle ein.
    Im Übrigen: niemals vergessen,
    die Schweinerei herauszuschrei’n!

    Wird Zeit, dass wir die Richtung geben,
    dass alle menschenwürdig leben.


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